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Die Paarung der Hasen erfolgt vom frühen Winter bis in den Oktober hinein. Im Frühjahr allerdings, wenn im April und Mai die Vegetation zu sprießen beginnt, dann kann man die wilden Paarungstänze der Hasen beobachten. Die Rammler sammeln sich in Gruppen und liefern sich mit den Häsinnen wilde Verfolgungsjagden. Das eigentliche Paarungszeremoniell ist eher ein wilder Boxkampf, bei dem sich beide Partner auf den Hinterbeinen gegenüberstehen und dann mit den Vorderpfoten aufeinander einboxen. Nach einer Tragezeit von 6 Wochen setzt die Häsin ein bis fünf Junge, die ein Geburtsgewicht von 130 g haben. Im Uterus der Häsin können sich Embryonen verschiedener Entwicklungsstadien befinden und so können sie bis zu vier Würfe im Jahr haben. Dabei werden beim ersten Wurf meist nur 2 bis 3 Junge gesetzt. Diese kommen in einer sogenannten "Sasse" zur Welt. Dies ist eine an einem verstecktem Ort - wie z. B. Ackerfurchen oder -rändern, unter Gebüschen, Wiesen, Grabenränder - von der Häsin gescharrte Mulde oder Kuhle. Aber auch in alten Autoreifen wurden schon junge Feldhasen entdeckt. Die Sasse ist mit Bauchhaaren der Häsin gepolstert und wird von dieser gleich nach der Geburt der Jungen verlassen. Die kleinen bereits behaarten Hasen können sofort nach der Geburt sehen, laufen und suchen sich eigene, getrennte Verstecke. Sie gehören zu den sogenannten Nestflüchtern. Die Häsin kommt dann nur noch in der Nacht zum Säugen der Jungen, damit keiner der vielen Feinde auf diese aufmerksam wird. Nach einer Säugezeit von drei Wochen kann die erste feste Nahrung aufgenommen werden. Mit Ende des ersten Lebensjahres sind die Junghasen geschlechtsreif, wenn sie Kälteeinbrüche überlebt haben und ihren vielen Feinden entkommen sind. Zu disen Freßfeinden zählen: Luchs, Wolf, Fuchs, Marder, Hermelin, wildernde Hunde und Katzen, Adler, Uhu, Habicht, Bussarde, Rabenvögel u. a. |